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Da ich selber nurn ein Streifi-Männchen habe, kann ich leider keinen eigenen Erfahrungsbericht online stellen. Gottseidank hat sich die Besitzerin, von der wir unser erstes Hörnchen (Gizmo) bekamen bereit erklärt, uns einen Erfahrungsbericht über das Züchten von Streifenhörnchen zu schreiben. Zunächst jedoch Zwei Listen zum Download, die euch zum einen alles wissenswertes über die Anschaffung und Erstausstattung bei Streifenhörnchen mitteilt und zum Anderen eine Liste, in der ihr dem neuen Besitzer ein paar Infos über seinen neuen Hausgenossen mitgeben könnt. Erstanschaffung Daten Zucht:  Hier beginnt schon mal das werben! |
 So werden die kleinen Streifis gemacht |  ohne Worte |
Erfahrungsbericht zur Hörnchenzucht: Losgehen tut der ganze Zirkus meist im Januar (in der freien Natur im März/April).
Das Männchen bekommt deutlich sichtbare, im Verhältnis zum restlichen Körper ziemlich große (knapp 2 cm lang) Hoden und ist dann jederzeit paarungsbereit. Wenn das Weibchen paarungsbereit- und -willig ist, gib sie hohe Pfeiftöne vonsich und zwitschert so ähnlich wie ein Kanarienvogel. ( Bei unserer E.J. dauert das ca. 2-3 Tage, dann wieder ca. 7-10 Tage Pause). Wenn das Weibchen pfeift und zwitschert, lassen wir die beiden beim Freilauf im Zimmer zueinander. Wenn das Weibchen wirklich paarungswillig ist, beginnt nun eine Art Spiel, das sich über zwei bis drei Stunden hinziehen kann. Das Männchen nähert sich dem Weibchen, probiert sein Glück, wird spielerisch wieder weggejagt und probiert es nach einigen Minuten wieder. Irgendwann lässt das Weibchen das Männchen dann rauf und der eigentliche Paarungsakt beginnt (ca. 20 Sekunden). Der Schwanz des Weibchen ragt dabei senkrecht nach oben und man kann "quietschende, knurrende" Laute vernehmen. ( Ich selbst kann nicht sagen, ob diese Laute vom Männchen oder Weibchen stammen, aber im GU-Buch steht, dass sie vom Männchen kommen). Unsere Hörnchen kopulieren meist so 8-10 Mal, dann wird das Weibchen aggressiv und verjagt das Männchen. Um das Männchen zu schützen, setzen wir die beiden dann auch gleich wieder in ihre Käfige zurück. Beim Freilauf an den darauffolgenden Tagen beobachten wir sie besonders aufmerksam und wenn das Weibchen so aggressiv ist, dass sie das Männchen immer wieder beißt, lassen wir die beiden zeitversetzt laufen. Zum einen, um das Männchen vor Bisswunden zu bewahren und 2. um das Weibchen vor dem Stress und den Annäherungsversuchen des immer noch paarungsbereiten Männchens zu schützen.
Während der Trächtigkeit achten wir auf besonders ausgewogene Ernährung. Zum "normalen " Futter (Papageienfutter, frisches Obst, etc. ) reichen wir jetzt verstärkt Mehlwürmer ( Da gibt es für das Weibchen auch mal einen extra) und Heimchen. Zusätzlich bauen wir Sonnenblumekerne an, die Sprösslinge werden von beiden sehr gerne angenommen. Diesem Mal haben wir auch Katzengras angebaut. Soweit es die Jahreszeit ermöglicht, reichen wir frische Zweige (für den Winter haben wir extra eine Buche im Topf gezogen). Wie sonst auch hängt ein Mineralleckstein im Käfig. Besonders gern wird Milch angenommen. Wir reichen Milasan Baby-Milchnahrung (hoffe, dass ist jetzt keine Schleichwerbung).
Die letzten Tage vor der Geburt, kann man i.d.R. am stärker gewölbten Bauch erkennen. ( Ich zumindest meine, dass ich das erkennen kann. Für Alex sieht E.J. immer gleich aus.) Dass der Nachwuchs da ist, merkt man 1. am wieder weniger gewölbten Bauch und 2. dass das Weibchen nur noch ganz selten aus dem Häuschen kommt. Unser Weibchen vertraut mir so sehr, dass ich jederzeit ins Häuschen schauen und die Kleinen auch rausnehmen darf. Ich würde allerdings dringend davon abraten, andauernd ins Häuschen zu schauen, wenn das Weibchen das erste Mal Junge bekommt od. wenn das Hörnchen seinen Besitzern nicht so vertraut ist !!!
Während der Trächtigkeit lassen wir das Männchen nicht mehr zum Weibchen und auch wenn die Jungen da sind, bekommt er sie erst einmal nicht zu Gesicht. So um den 20. Tag, wenn sich die Augen geöffnet haben, lassen wir das Männchen mal vorsichtig an den Kleinen schnuppern. Meistens interessiert er sich aber nicht besonders dafür. Wenn die Kleinen so ca. 35 Tage alt sind, lassen wir sie zusammen freilaufen und bis jetzt hat unser Männchen die Kleinen noch nie angegriffen, gebissen etc.. ( Was aber nicht heißt, dass das immer so ist). Vielen Dank an Tanja Ranzinger, daß sie sich die Mühe gemacht hat und dies alles zusammengefasst hat.
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