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Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 10. März 2007 um 15:11

Meine Lieblinge,

also ich bin Christian 25 Jahre alt und wohne in dem kleinen Dorf Laberweinting  im Landkreis Straubing. Ich nehme meine tägliche Pendelfahrt nach Regensburg, wo ich meine eigene kleine Firma habe, gerne in Kauf. Der Hauptgrund ist wohl der, dass ich in der Stadt meinem Hobby als Tierfreund einfach nicht so nachkommen kann, wie ich es hier auf dem Land tun kann. Mein Garten und meine Tiere sind mein liebster Zeitvertreib neben der ganzen Hektik und dem Stress im Büro. Shiva (Golden Retriver) begleitet mich zwar täglich ins Büro aber ich möchte auch meine anderen Schatzis nicht missen.

 

    

(zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken)

So bin ich vor zwei Jahren wieder zurück nach Laberweinting, wo ich meine Kindheit verbracht habe gezogen und wohne in dem Zweifamilien Haus meiner Eltern in einer eigenen Wohnung und habe eben alle Möglichkeiten mich in unserem grossen Garten auszutoben.

Vor 2 Jahren verwirklichte ich mir meinen eigenen „Streifi-Traum“. Ich war schon immer von diesen putzigen Tieren begeistert, nur wollte ich Sie nicht in einem kleinen Käfig in meiner Wohnung in Regensburg halten.. So war mein erstes Projekt für den Garten klar: Ich will ein Voliere für Streifis bauen. Gesagt getan ohne grosse statische und technische Zeichnungen habe ich mich hingesetzt und überlegt wie es werden sollte. Der Platz hinten im Garten schien perfekt und mit Hilfe meines Vaters und meiner damaligen Freundin ging’s ans Werk.

 

  

Alles was notwendig war besorgte ich aus Baumärkten und einer Schreinerei (grosse Balken & Türen) und so entstand die Voliere. Sie ist 8m x 2,5 m und ca. 2,5 m hoch mit einem abfallenden Dach aus Brettern und Dachpappe. Über die zwei Türen gelangt man in die zwei jeweils gleich grossen Gehege. Zunächst war der Boden mit Wasch-Betonfliesen, wie sie auch vor dem Voliere liegen ausgelegt. Das sollte sich nach dem Ausbruchsdrama im Herbst 2003 jedoch noch ändern.

Ich hatte mit einem Pärchen angefangen und (Rudi + Lilly) sie waren, ich weis es ist selten ein echt liebvolles Paar. Auch ausserhalb der Paarungszeit. Sie schliefen zwar in getrennten Kobeln hatten aber keine grösseren Zankereien mit einander. Im Frühsommer brachte Lilly Ihren Wurf mit 7 Jungtieren zur Welt. Eines hat leider den ersten Tag nicht überlebt. Die anderen 6 wuchsen aber alle ohne Probleme auf.

Die Flucht aus „Alcatraz“ wie ich mein Hörnchen-Voliere mittlerweile nenne geschah im September 2003. Die Jungtiere hatten einen Spalt zwischen einem Balken am Boden und einer Betonfliese ausgeweitet (genagt) und haben sich per Tunnel befreit. Leider ist auch mein Rudi mit Ihnen in die umliegenden Nachbarsgärten getürmt.. Nur Lilly saß noch im Voliere als ich abends heimgekommen bin. Der zweite Bereich des Voliere war zu dem Zeitpunkt für die Frettchen ausgebaut und ich hatte zunächst Angst sie wären da hinüber und somit von meinen kleinen Jägern aufgefressen worden.


Gott sei Dank habe ich dann den Tunnelbau nach aussen verfolgt und wusste, dass Sie nicht zu den „Fipps“ reingekommen sind. Danach habe ich die Voliere mit einem komplett ausgegossenen Betonboden versehen. In 2004 wollte ich wieder ein Männchen zu Lilly setzen, habe aber keinen Züchter oder Streifi Besitzer mit Männchen getroffen. Habe mir in einem Zooladen in Regensburg ein Männchen gekauft, was sich heuer als Mädchen geoutet hat, da drüber bin ich ein wenig verärgert, aber na ja. Aus Steve wurde nun eben Steffi ;)

Die beiden muss ich jetzt aber getrennt halten, da sie sich überhaupt nicht leiden können.

Zu der Ausstattung des Geheges:

Der Boden ist mit einer Einstreu aus Gartentorf und Rindenmulch sowie ein kleiner Anteil Sägespäne. Es gibt in jedem Gehege viele Äste und Klettermöglichkeiten auf den Balken. Ein erhöhter Futterplatz ist mir wichtig, da sich die Streifis die meiste Zeit wenn Sie draußen sind dort aufhalten und er so von aussen sehr gut zu sehen ist.

Ich stelle Ihnen auch immer wieder mal einen grossen Ast von einem Laubbaum ins Gehege, da Sie mit Vorliebe die Blätter am Stiel abnagen und dann in Ihren Backentaschen verstauen um Ihr Nest zu erneuern oder auszubauen. Im Herbst lege ich Baumwollfrüchte hinein, da Sie diese auch erst aufbeißen müssen, um an die Wolle zur Ausstaffierung Ihres Kobels zu gelangen. Ich verziere das Gehege immer wieder mit Tannenzweigen, ich weis nicht ob die Hörnchen das auch schön finden, aber mir gefällt dies sehr gut ;)

 

 

   

 

Wie ich füttere:

Gleich zu Anfang .. Ich füttere nicht jeden Tag.

Das mag dem Einen oder anderen vielleicht nicht gefallen, aber meine Streifis haben überall im Gehege Vorräte angelegt und ich hab mich irgendwann mal wegen dem Verschleiß an Hörnchen-Futter auf die Suche gemacht und festgestellt, dass die beiden auf jeweils 1-2 kg Futter geschlafen haben ;)

Das bedeutet nicht das ich nicht jeden Tag nach Ihnen sehe und das sie gar nichts bekommen, jedoch bekommen Sie nur 1 mal die Woche eine Ration Basis-Futter. Wenn ich abends nach Ihnen sehe habe ich immer entweder ein Stückchen Paprika, Apfel oder Orange, im Sommer auch Himbeeren, Johannisbeeren (aus dem eigenen Garten) mit dabei. Sie haben beide einen Wasserspender im Gehege den ich 2 mal die Woche befülle.

Winterruhe:

Meine Streifis sind das ganze Jahr im Freien und haben  kein Problem mit der Kälte..

Die Kobel sind so angelegt, dass Sie vor Wind und somit auch hineingewehtem Regen bzw. Schnee geschützt sind. Die Hörnchen bereiten sich ab Ende September eifrig auf den Winter vor. Lilly beobachte ich dabei eigentlich regelmässig, wie Sie im Herbst Ihren kompletten Kobel neu anlegt. Sie schmeisst zunächst alles raus, weil Sie vielleicht weis, das ich demnächst neue Baumwolle und Blätter bringe. (keine Ahnung aber mir kommt es so vor)

   

So ab mitte November wenn der erste richtige Frost kommt sieht man sie nur noch ganz selten. Ich lege im Winter immer geviertelte Orangen ins Gehege und sehe anhand der Spuren, dass Sie ab und an mal rauskommen um etwas an ihnen zu naschen.. Ich  vermute um Flüssigkeit auf zu nehmen. Aber eigentlich ist kein Streifi zu sehen bis Mitte Januar Anfang Februar.. Dann werden sie langsam wieder munter. Ab Mitte März fiepen Sie nach Männern, da beginnt wohl Ihre Hitze.. Jetzt such ich noch verzweifelt ob ich in den nächsten Tagen ein Männchen auftreiben kann. ;(

So dass war meine Streifi-Geschichte

Christian