| Winterschlaf |
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| Geschrieben von: Administrator | ||||||||||
| Samstag, 10. März 2007 um 16:22 | ||||||||||
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Das sib. Streifenhörnchen ist noch nicht allzu lange bei uns als Haustier domestiziert. Aus diesem Grund kommt das natürliche Verhalten immer noch durch. Bei einem Hörnchen mehr, bei anderen weniger. Ob ein Hörnchen Winterruhe hält oder nicht, kann man nicht vorhersagen. Manche tun dies von Anfang an, andere beginnen erst damit, wenn das Tier älter ist, wieder andere denken nicht mal daran. Im Allgemeinen fangen die Hörnchen ab ca. August an, zu hamstern, was ihnen in die Backen kommt. Ohne Rücksicht auf Haltbarkeit oder Transportfähigkeit. Mein Hörnchen hatte sogar versucht, Suppe vom Teller zu klauen, natürlich mit mäßigem Erfolg. Ihr werdet überall Verstecke finden, in Couchritzen, Schubläden, Hosentaschen, Kapuzen, Zimmerecken usw. Scheinbar eignet sich jeder Platz als Versteck. Die Ursache für diese extreme Sammelwut liegt wahrscheinlich daran, dass ein Hörnchen in der Natur led. ca. 20% der versteckten Vorräte wiederfindet.
Bei der Winterruhe an sich sind mir bisher vier Typen aufgefallen: Typ 1: Das Hörnchen ist quirlig und munter wie gewohnt, denkt überhaupt nicht daran Winterschlaf zu halten, jedoch hamstert es trotzdem fleißig weiter. Wenn man dann im Frühjahr alle Vorräte entfernt (in der Zwischenzeit jedoch regelmäßig auf verderbliches überprüfen), ist es keine Seltenheit 2-3 kg Futter in den Häusern zu finden. Typ 2: Das Tier ist ziemlich müde. Es schläft ungewöhnlich viel, ist am Tag nur für ein paar Stunden wach und während der Zeit alles andere als fit.
Typ 3: Diese Streifenhörnchen halten schon richtig Winterruhe. Sie bauen sich ihr Nest in einem ihrer Häuser, in der Buddelwanne, Röhre, einfach auf dem Boden oder sonst wo und sind dann plötzlich verschwunden. Sie kommen dann nur noch alle paar Tage raus um zu fressen und zu trinken Typ 4: Diese Hörnchen verhalten sich noch am Naturähnlichsten. Auch sie bauen sich ihre Nester an allen möglichen Orten, jedoch vorzugsweise in Erdwannen.
Hier legen sie sich eine richtige Wohnhöhle an, mit Schlafraum, Vorratskammer und Toilette. Sie verbringen dann Tage und Wochen damit, Nistmaterial (Scharpie, Kapok, Zewatücher oder Toilettenpapier) und Vorräte in ihre Höhlen zu schleppen. Es bringt übrigens nichts, ihnen dann einfach die Erde wegzunehmen, in dem Fall schlafen sie dann eben doch im Haus. Ein Hörnchen, welches schlafen will kann man nicht davon abbringen! Diese Hörnchen kann man dann oft wochenlang nicht sehen. Mit etwas Glück hört man sie jedoch ab und zu in ihrer Vorratskammer knabbern. Wichtiges zu Typ 3 und Typ 4: Die Tiere keinesfalls stören! Die Reinigung der Voliere auf ein Minimum reduzieren. In dieser Zeit fällt sowieso kaum Schmutz an. Stets frisches Wasser und Futter bereitstellen! Das Hörnchen nicht wecken, auch wenn es schwer fällt. Ein Streifenhörnchen, welches Winterschlaf hält, sieht aus wie tot! Sie fahren ihre Körperfunktionen soweit runter, dass sie in der Natur fast 0° erreichen können. Wenn man sie hier unnötig weckt, dann müssen sie ihren gesamten Organismus grundlos hochfahren, was wiederum extremen Stress für das Tier bedeutet. Leider sterben auch oft Hörnchen während des Winterschlafs. Doch oft sehen die Tiere nur tot aus! Daher ist es besser, erst mal nichts zu machen, auch wenn sich das hart an hört. Wenn das Streifenhörnchen bereits tot ist, kann man sowieso nicht mehr helfen, hält es aber nur Winterruhe und man weckt es unnötig, dann kann der dadurch entstandene Stress dem Tier extrem schaden!
Die ersten Hörnchen erwachen ca. Mitte Februar. Spätzünder erst Ende März/April. Sobald sie wieder fit sind, sollte man anfangen, ihre Vorräte zu entfernen. Das Futter ist zwar eigentlich noch nicht kaputt, aber leider nistet sich sehr leicht Ungeziefer darin ein und daher besser alles vernichten.
Diese Bilder stammen noch von meinem ersten Hörnchen Gizmo. Er war ein Typ2. Hier nur die Bilder von einem seiner Häuser:
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