Tierliebe
Tierliebe umschreibt das Gefühl, dass der Mensch zu dem Tier empfindet. Und diese Empfindung ist ein emotionales Bindeglied. Und zwar so stark, wie es sonst nur zu einem vertrauten Menschen möglich ist. Das Tier wird gepflegt, ihm werden viele Wünsche erfüllt, manchmal wird eventuell selber auf etwas verzichtet, damit es nur dem Tier gut geht. Denn nur dann fühlt sich auch der Tierfreund wohl. Für viele kinderlose Ehepaare ist zum Beispiel das Haustier der Ersatz für ein Kind. Meist wird dann das Tier zu sehr verwöhnt. Oder für alleinstehende alte Menschen, die nur mehr mit einem Hund leben, weil der Partner bereits verstorben ist, für die ist der Hund oft der einzige Ansprechpartner. Für so einen Menschen ist es auch von der psychischen Seite her sehr vorteilhaft, dass sie das Tier haben.
Diese Bindung hält auch den Menschen fit. Er fühlt sich gebraucht und das tut gut, der Hund braucht seine Verpflegung, er braucht seinen Auslauf und Bewegung ist für Mensch und Tier unverzichtbar.
Die Tierliebe ist gut, solange sie nicht vermenschlicht wird
Bekommt das Tier, zum Beispiel der Hund von seinem Halter Schokolade oder darf er sogar in seinem Bett schlafen oder auf der Couch neben ihm sitzen, dann hat das mit Tierliebe nicht mehr zu tun. Das geht das schon zu weit und verhält sich fernab von einer artgerechten Tierhaltung. Hier beginnt das Tier schon einen Schaden zu nehmen, weil es zu vermenschlicht wird.
Wenn zum Beispiel über die neue Garderobe des Vierbeiners nachgedacht wird und das gute Tier neben der Weste vielleicht auch noch einen Hut tragen muss. Dann fühlt sich auch der Hund nicht mehr wohl in seiner Haut.